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Liebe Gemeinde, liebe Freunde,
Ein Blick von oben hilft, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, sich nicht in Nebensächlichkeiten zu verstricken und wieder neu die Orientierung auf das Wesentliche zu gewinnen. Die Bibel nimmt uns auf einen Aussichtsturm mit. Wir gewinnen teil an Gottes Blick auf seine Menschen. Voraus geht dem Aussichtsturm ein Besuch bei Abraham und seiner Frau Sara. Drei Männer Gottes kommen bei dem alten kinderlosen Ehepaar zu Besuch und kündigen an, dass Sara bald schwanger werden wird und die Eheleute den längst verheißenen Sohn bekommen werden. Als die Männer sich wieder verabschieden, begleitet sie Abraham. Zwei Männer gehen weiter, einer bleibt stehen und mit ihm Abraham. Durch diesen Einen spricht Gott. Der Ort, an dem sie stehenbleiben, ist wohl dem Aussichtsturm auf dem Pferdskopf vergleichbar. Sie schauen von oben auf die Stadt Sodom. Gottes Selbstgespräch Gott, so entnehmen wir seinen Gedanken, ist im Zwiespalt. Soll er einerseits Abraham die Situation in Sodom verheimlichen? Ist es besser, wenn Abraham gar nichts von den Gräueltaten in der Stadt weiß? Bringt ihn das Unheil weg vom Glauben? Andererseits ist Abraham Träger der Verheißung. Es ist wichtig, dass er bei Gott bleibt, sich an ihm und seinem Wort orientiert. Ein abschreckendes Beispiel kann erzieherischen Wert haben. Abraham sollte mit den Konsequenzen von Fehlentscheidungen vertraut werden. Wer sich von Gott abwendet, geht seinem Untergang entgegen. Gott entschied sich offenbar, Abraham in seine Gedanken über Sodom einzuweihen. Wie reagiert Abraham? 1.Mose 18,20-23 Abraham trat an ihn heran und sagte: »Willst du wirklich Schuldige und Schuldlose ohne Unterschied vernichten? Gott und Abraham Wir können viel spekulieren, warum Abraham nicht weiter bettelte, und warum Gott das Gespräch abbrach. Vielleicht war es einfach so: Lot hatte schon einige Zeit in Sodom gelebt. Es war ihm nicht gelungen, die Menschen mit Gottes Liebe zu berühren, die Stadt zu verändern. Eine Verschonung der Stadt hätte keine neue Hinkehr zu Gott gebracht. Im Gegenteil, Lot und seine Familie wären in das Unheil über kurz oder lang hineingezogen worden. Dass die Stadt unterging, ist heute historische Tatsache. Aber an dieser Stelle sollen wir wohl vor allem lernen, was dem voraus ging. Gottes innerster Wunsch war nicht Zerstörung, sondern Rettung. Dafür hätte es nur 10 Menschen gebraucht, die an ihn glaubten und ihm vertrauten. Lehrstunde für uns Deshalb ist Gott vor 2000 Jahren von seinem Aussichtsturm herabgekommen und hat sich in seinem Sohn Jesus als der eine Gerechte für unsere Welt zur Verfügung gestellt. Um des Einen willen hat er unsere Welt bis heute erhalten. Der Eine, an dem sich alle Bosheit bis hin zum Kreuz austobte, ist zum Fürsprecher geworden. Er liegt Gott in den Ohren und bittet ihn für uns, die Gerechten und die Ungerechten. Er braucht nicht unsere Gerechtigkeit, um uns zu retten, sondern wirft seine eigene in die Waagschale. Die wiegt so schwer, dass sie alle Ungerechtigkeit aufheben kann. Wollen wir in der Stadt Sodom bleiben und dem Untergang entgegengehen, egal ob wir aktiv Unrecht tun oder unter dem Unrecht anderer leiden? Meinen wir, das Unheil selbst in den Griff zu bekommen ohne einen Blick nach oben? Verhalten wir uns wie Kinder am Strand, die unermüdlich an der Sandburg bauen, bis sie immer wieder von der nächsten Flut weggeschwemmt wird? Mit Jesus können wir wie Abraham vor die „Stadt“ treten. Wir können uns von ihm verändern lassen, einen neuen Geist, ein neues Herz bekommen. Wir können Jesu Barmherzigkeit selbst erfahren und Verantwortung für unsere Lebensführung übernehmen. So werden wir zu Für-bittenden wie Abraham, die dranbleiben und für die eintreten, die Jesus noch nicht kennen. Vielleicht ist es in diesen Tagen ganz besonders unsere Aufgabe, mit Jesus für diese Stadt Schmitten zu beten, dass sie ihrer Aufgabe, Flüchtlinge aufzunehmen, in Gottes Sinne gerecht wird. Mit Jesus ist das nicht länger aussichtslos. Noch ist Barmherzigkeits- und Rettungszeit. Cornelia
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