Einfacher Lebensstil

Gerade habe ich ein Buch gelesen, das mich fesselte. Überschrieben mit "Eigenes Leben" wurden in diesem Buch ganz verschiedene Lebensläufe in Deutschland aufgezeigt. Die Suche nach dem eigenen, unverwechselbaren Lebensentwurf vereinte alle Geschichten. Da kamen Kinder vor, die in herkömmlichen und in Patchwork - Familien lebten, Frauen, die ihren Weg im Beruf, in der Familie und in beidem zugleich gingen, Männer, die in der Arbeit erstickten und solche, die keine hatten, Ältere, die nach ihrem Platz in der Gesellschaft suchten oder die ihn gefunden hatten. Irgendwo dazwischen kam ich teilweise auch vor. Mit meiner Geschichte, mit meinen Träumen, auch mit meinen Ängsten. Als ich das Buch zuschlug, blieben für mich viele Fragen offen. Keine Person berichtete von einer persönlichen Beziehung zu Gott, zu Jesus Christus. Keine Person berichtete von dem Glück, zu wissen, dass es eine Heimat in Ewigkeit gibt. Und ich fragte mich, was könnte ich mit meiner Lebensgeschichte weitergeben? Sicher, in vielem bin ich den aufgezeigten Lebensgeschichten sehr nah. Auch ich suche mein eigenes Leben, weil ich merke, dass aus der Retorte zu leben nicht geht. Doch für mich wesentlich ist, dass dieses eigene Leben erst in der vertrauten Beziehung zu Jesus Christus gelingen kann. Erst mit seiner Ermutigung, die mir in der Bibel vielfältig begegnet, wage ich neue Schritte, die in unbekanntes Land führen. Erst mit seiner Kraft kann ich meine Fehler erkennen und korrigieren. Erst mit seinem Geist bekommt mein Leben Hoffnung, Erwartung und Leichtigkeit. Das brauche ich unbedingt, um mich von den Zwängen, den Niederlagen und Traurigkeiten meines Alltags nicht unterkriegen zu lassen.
HandkarrenNoch etwas ist mir beim Lesen der vielen Biographien wichtig geworden. Ich bin froh, dass ich in einer Zeit lebe, in der ich wählen kann und mich selbst für vieles entscheiden kann. Doch durch meinen Glauben gibt es Bereiche, in denen ich mich nicht ständig neu zu entscheiden und nicht täglich zu wählen brauche. Dass ich Nachfolgerin Jesu bin, das ist keine Verhandlungsmasse mehr. Und ich muss mich nicht abends mit Zweifeln quälen, ob Jesus mich nach diesem Tag denn nicht fallen lassen wird. Dass ich zu meiner Gemeinde gehöre, steht auch nicht fortwährend zur Diskussion. Und auch in sehr bewegten Zeiten muss ich nicht fragen "Habt ihr mich denn noch lieb?" Eine Beziehung, so lerne ich es immer wieder neu von Jesus, lebt von Vertrauen und Annahme, aber auch von einem gewissen Maß an Sicherheit, die wie ein Zaun die Beziehung schützt. So kann ich an mir arbeiten und weiß mich in diesem Prozess von Gott und meinen Geschwistern gehalten.
Ein eigenes Leben zu führen ist wichtig. Wir brauchen Jesus, um zu diesem Leben zu finden. Vielleicht ist jetzt die Gelegenheit, das eigene Leben mit Jesus Christus fest zu verankern.
Cornelia Trick


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