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Liebe Gemeinde, liebe Freunde,
Das Ja zu Jesus Christus schafft eine feste Grundlage in eurem Leben. Eure Freunde, eure Familie, sie werden nie alles für euch sein, einer wird das Vorzeichen für eure Beziehungen vorgeben. Und auch für uns als Gemeinde ist heute ein wichtiger Tag. Unsere Familie erweitert sich. Wenn ein neues Geschwisterchen in einer Familie geboren wird, sind allerhand Veränderungen angesagt: es braucht ein Bett, vielleicht muss ein größeres Auto angeschafft werden, die Geschwister müssen sich arrangieren, dass da jemand Neues ihre Interaktionen verändert. Ihr sollt hier auch euren Platz haben. Ihr mischt uns auf, ihr habt Wichtiges in die Gemeinschaft einzubringen. Wir freuen uns auf euch und haben Verantwortung für euch. Für diesen Tag habe ich ein Gleichnis Jesu ausgewählt, das Jesus seinen Jüngern auf dem Berg erzählt hat. Es ist der Schlusspunkt nach einer langen Rede und fasst den Inhalt bildhaft zusammen. Matthäus 7,24-27 Wer von uns will nicht klug sein und sein Lebenshaus anständig bauen. War Jesu Rede auf dem Berg damals in erster Linie für seine Jünger gedacht und später für die Gemeinde Jesu, so lädt Jesus mit diesem Gleichnis auch die zum Zuhören ein, die einfach nur mal unverbindlich vorbeischauen wollen. Denn egal, welchen Hintergrund wir haben, wir wollen doch wohl alle, dass unser Leben gut wird und unsere Kraft sinnvoll investiert ist. Die ersten Steine unseres Lebenshauses haben die Eltern herbeigetragen. Sie haben uns mit ihrer Liebe empfangen und ins Leben eingeführt. Sicher haben auch die älteren Geschwister und Großeltern Steine herbei geschafft, um unser Lebenshaus wachsen zu lassen. Wir haben dann weitergebaut, Schule, Ausbildung, Beruf, Familie und Freundschaften und unser soziales Leben gestaltet. Unterschiedliche Häuser entstehen, keines gleicht dem anderen, vertreten sind Gartenhütten und Luxusvillen, bescheidene Holzhäuser und stabile Steinhäuser. Beim genauen Hinsehen haben die Häuser Gebrauchsspuren, Risse ziehen sich durch die Fassaden, hier und da ist der Putz abgebröckelt, Löcher sind zu sehen, aber auch zugespachtelte Schadstellen. So zeigen sich an unseren Lebenshäusern unsere Erfahrungen. Doch welchen Nutzen haben die schönsten Wände und Dächer, wenn sie bei heftigem Sturm zum Einsturz gebracht werden? Was hilft eine wunderschön gemauerte Fassade, wenn das Fundament des Hauses nachlässig angelegt wurde und die Wände in den Böen nicht stützen kann? Jesus: Achtet auf die Lebensgrundlage Jesus überträgt diese Alltagserfahrung auf unser Lebenshaus:
Jesus: Fundament sind „diese meine Worte“ Diese Worte zu hören, meint, sie zu Herzen zu nehmen, sie zu bewegen, sie immer wieder neu durchzubuchstabieren. Es bedeutet, zaghaft die Hand Jesu zu ergreifen, ihn zu bitten, sich deutlich zu zeigen, den Lebensweg zu begleiten. Jesus: Fundament ist, „sich nach diesen Worten zu richten“ Aus dem Zwiegespräch mit Jesus wächst unsere Lebensrichtung. Er ist der Bauherr unseres Lebens, nicht wir. Er gibt die Vorgaben, in welche Richtung wir bauen sollten. Er lässt uns lernen, dass es in unserem Leben nicht darum gehen kann, dass wir Recht haben, dass unsere Interessen vertreten werden, dass unsere Sorgen im Mittelpunkt stehen. Sondern Jesus lehrt uns mit seinen Augen zu sehen. Der Bauherr bestimmt das weitere Vorgehen. Statt „Ich will“ heißt es jetzt „Was du willst“. Wir werden auf seine Kraft aufmerksam, die er uns schenken will, und damit frei von mancher Sorge um uns selbst. Wir werden frei zu geben, zu lieben, zu begleiten. Wir werden bereit für unbequeme Wege, um anderer willen zu verzichten. Wir werden fähig zu vergeben und uns vergeben zu lassen. Taufe und Aufnahme heute In Irland staunen wir immer wieder über die weit verstreut liegenden Häuser. Wir lernten vor ein paar Wochen, dass die Zersiedelung der Landschaft große Probleme im Wasserbereich bereitet, Kanalisation ist sehr aufwändig, die Wasserrohre marode und schwer zu ersetzen. Jesus hat uns in einer Gemeinde zusammen gestellt, weil er um die Probleme einer zersiedelten Landschaft weiß. Ein Christ allein hat es schwer, an Jesus dranzubleiben. Zu leicht ist er von allen möglichen anderen Themen abgelenkt, investiert in seine Fassaden und spart mit der Zeit am falschen Ende. In der Gemeinde sind wir Baugemeinschaft. Wir helfen einander, in die Fundamente zu investieren, wir üben uns ein, nicht die eigene Meinung durchzusetzen, sondern auf Jesus zu hören. Wir gewähren uns Hilfe, Sicherheit und Schutz, und wir sind gemeinsam Licht und Orientierungspunkt für unsere Umgebung. Mit eurer Taufe und Aufnahme gehört ihr jetzt dazu, und wir sind gespannt auf euer Bauen. Wir wollen euch dabei helfen und bitten euch, auch uns zu helfen, wo wir den wachen Blick für unsere Fundamente verloren haben. Und die, die einfach nur mal interessiert dieser Bauanleitung Jesu zugehört haben, ermutigen wir, einmal die eigenen Grundlagen des Lebens zu prüfen. Es kann lebensverändernd sein. „Wer diese meine Worte hört und sich nach ihnen richtet, wird am Ende dastehen wie ein kluger Mann, der sein Haus auf felsigen Grund baute. Als dann die Regenflut kam, die Flüsse über die Ufer traten und der Sturm tobte und an dem Haus rüttelte, stürzte es nicht ein, weil es auf Fels gebaut war.“ Cornelia
Trick
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